Ein gutes Beispiel, wo HistorikerInnen tatsächlich als solche in der freien Wirtschaft eingesetzt werden, bietet aktuell IKEA. Ich selbst habe im Kabarett davon gehört, dass die beliebten Regale in unseren Arbeitszimmern von politischen Gefangenen in den DDR produziert worden seien, und dass nun, wo diese praktische Produktionsbedingung weggefallen ist, politische Gefangene in China den Job hätten übernehmen müssen. IKEA hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young beauftragt, dem nachzugehen. Nun ist ein Team aus HistorikerInnen, SozialwissenschaftlerInnen und Ermittlungsexperten mit der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit betraut.
http://www.ikea.com/ms/de_DE/img/important_information_ad/Hotline_DDR_Web.pdf

Dieses Projekt steht derzeit in der Kritik. Ikea wird mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) vorgeworfen. Siehe die Berichterstattung in der ZEIT http://www.zeit.de/gesellschaft/2012-08/ikea-ddr-zwangsarbeiter-kritik (und unten eingeblendete weitere Artikel).