Aktuell läuft ein Beitrag auf WDR5 (siehe Link unten) zur philosophischen Auseinandersetzung mit dem Putzen, daher noch einmal der Beitrag:

Mareike Menne: Brotgelehrte

Ein Tagtraum: Mein Mann spült, ich leiste ihm gemütlich am Küchentisch Gesellschaft und referiere über die Philosophie und innere Haltung zum Putzen, die ich jüngst in der Lektüre von

Linda Thomas: Putzen!? Von der lästigen Notwendigkeit zu einer Liebeserklärung an die Gegenwart, Dornach/Esslingen 2011

entdeckte. „Wie schön, dass Du mit Deinem Wissen die brachliegenden Felder um Dich herum bedenkst“, lobt mich mein Mann. „Ach, weißt Du, ich habe ja nicht für mich allein studiert“, entgegne ich bescheiden und verziehe mich ins Arbeitszimmer, weiter denken.

Zum Beispiel, ob aus der Philosophie von Putzen und Reinigen folgt, dass Putzfrau eine logische berufliche Konsequenz unserer Studienfächer ist. Tatsächlich ist das Buch von Linda Thomas gefüllt mit geisteswissenschaftlichen (im Sinne des bildungsbürgerlichen Kanons) und geisteswissenschaftlichen (im Sinne der Anthroposophie Rudolf Steiners) Quellen, Bezügen, Schlussfolgerungen. Fazit: Wenn der Beruf der Putzfrau aus einer inneren Haltung entspringt, die Ordnungmachen und Sortieren, innere und äußere Reinigung, Schöpfung…

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