Vor eineinhalb Jahren schrieb ich zu GeisteswissenschaftlerInnen als YogalehrerInnen; heute stehen aktuelle Informationen zur immer noch boomenden Tätigkeit auf SZ-online: http://www.sueddeutsche.de/leben/yogalehrer-zweites-standbein-1.2692518

Mareike Menne: Brotgelehrte

Ja, Sie sind richtig, immer noch ist das Thema dieses Blogs die Berufstätigkeit von Geisteswissenschaftlern. Viele B.A./M.A.-Absolventen führt es in „die Wirtschaft“, aber wir wissen wenig darüber, wo genau sie ihre Plätze finden, was sie da tun und was ihre Arbeit mit ihrem Studium zu tun hat. Wir binden noch weniger in die Lehre ein, so dass eine Absolventin dies gar als „Mythos“ bezeichnete.

In den letzten Wochen fiel mir in meiner Freizeit eine Kombination von „Geisteswissenschaftlern in der freien Wirtschaft“ ins Auge, der ich erst Wert beimaß, als ich sie häufiger antraf: eine Germanistin, die Heilpraktikerin für Psychotherapie ist, eine Historikerin, die Yogalehrerin ist, ein Germanist, der eine Yogaschule gründete. Auf der Suche nach der richtigen Internetadresse für den Historikerverband stellte ich zudem fest, dass er das gleiche Kürzel trägt wie der Verband Heilpraktiker Deutschlands: VHD. Erst dachte ich: Guter Stoff für etwas Satire. Dann…

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