Die Süddeutsche Zeitung brachte am 20.11. den Beitrag: „Bin ich mit 33 Jahren noch der Richtige für Junior-Positionen?“ als Frage an den Jobcoach Vincent Zeylmans. Die Lektüre lohnt, weil viele unserer Prämissen umgestellt werden (obwohl wir nicht erfahren, was der 33-Jährige studierte).
Vom „War for Talents“ der Unternehmen ist die Rede, aber auch von Work-Life-Balance, die eine Junior-Position für 25 Jahre sinnvoll machen kann, und von Schulungen für Unternehmen, die sich bei Fachleuten anpreisen. Allerdings vorwiegend in Süddeutschland. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen: „Unternehmen werden misstrauisch […], wenn ein Kandidat mehr Potenzial hat, als es der Job erfordert, oder wenn er sich zurückstuft, weil er meint, damit die Stelle eher zu bekommen.“

Gilt dies nun auch für unsere Absolventen? Ich beobachtete, dass diejenigen, die (überhaupt) ein berufliches Ziel haben und auf ihre fachliche Qualifikation setzen, durchaus gefragte Fachleute sind, und zugleich, dass diejenigen, die für alles offen bleiben wollen und eher als „Generalisten“ auf den Arbeitsmarkt gehen, Startschwierigkeiten haben. Auch darum fand ich den Beitrag der SZ ermutigend.