In den vergangenen Employability-Workshops kamen wiederholt die Fragen auf,

  1. welche Auswirkung die „Digitalisierung“ auf die Berufstätigkeit von Geisteswissenschaftler*innen hat und
  2. wie wir uns darauf vorbereiten können.

Die Antworten sind sowohl komplex als auch je nach Branchen, Berufen, Tätigkeitsschwerpunkten und dem individuellen „Digitalisierungsprofil“ sehr unterschiedlich.

Wir erleben „Digitalisierung“ schon seit einer Weile als Analog-Digital-Verwandlung unseres Arbeitsmaterials, z.B. als Scannen und Publizieren von Texten, (archäologischen) Objekten und Bildern. Lernprozesse werden digital unterstützt, angereichert, verändert und teils auch ersetzt. Gleiches gilt für fast alle Formen von Verwaltung, Dokumentation und Kommunikation im beruflichen Kontext.

Weiterhin entstanden neue Berufe, die Phänomene und Bedarfe von Digitalisierung zum Kern haben und die auch von Geisteswissenschaftler*innen ausgeübt werden: SEO/SEA-, Social Media Manager, technischer/online-Redakteur, Virtual Assistant, Customer Experience Manager/Designer, Konzepter Digitales Lernen …

Und schließlich gibt es strukturelle Veränderungen der Arbeit und Betriebsabläufe selbst: Workflows verändern sich, die Umsetzung von Learning Management Systemen oder Enterprise Management Systemen fordert Betriebe und Institutionen heraus,  Arbeit bekommt Metadaten, wird verschlagwortet, ontologisiert und getrackt.

Digitalisierung ist also sowohl hinsichtlich der Tätigkeiten im Beruf als auch hinsichtlich der Entstehung neuer Berufe und der Auswirkungen auf Arbeitsprozesse ein strategisches Schlüsselthema von Employability. Der von mir neu entwickelte eintägige Basisworkshop führt in dieses Thema ein:

  1. Definition: Was heißt Digitalisierung von Geisteswissenschaftler*innen?
  2. Kontextualisierung: Welche Rolle spielen digital humanities? Welche arbeitsmarktlichen Impulse erfahren die Geisteswissenschaften? Welche digitalen Anforderungen werden an Geisteswissenschaflter*innen in typischen Tätigkeitsfeldern gestellt?
  3. Pragmatik: Welches „digitale Profil“ bringen Sie mit? Wo, wie, wann können Geisteswissenschaftler*innen digitale Kompetenzen erwerben und in ihr professionelles Profil einbetten?

Wir starten den Pilot-Workshop am 9.7.2018, 9-16 Uhr, Paderborn, TN-Gebühr 75€, Anmeldung erforderlich unter anmeldung@mareikemenne.de . Noch sind Plätze frei – melden Sie sich gern an! Ich freue mich auf Sie.

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