Brotgelehrte im Home-Office #4

Einen guten Start in eine neue Home-Office-Woche (oder hat sich für Euch etwas geändert?) wünschen wir mit dieser Reflexion von
Julia Zarna.

Das Homeoffice als Traumvorstellung hat in letzter Zeit an Glanz und Gloria verloren. Die sagenhaften und oft beschworenen Vorteile von flexibler Gestaltung, Freiheit, Selbstbestimmung und Entspannung zeigen nun ihre Kehrseiten. Diese lauten: Disziplin, Fokus und Grenzen ziehen. Wer diese Dinge zu seinen charakterlichen Grundpfeilern zählen kann: Glückwunsch, Homeoffice ist genau das Richtige.

Alle, denen es anders geht, sitzen mit mir in einem Boot. Und während man sich im Internet 50-Tipps lange Listen als PDF herunterladen kann, um festzustellen, dass man mindestens 90% davon bereits instinktiv umsetzt, stelle ich mir die Frage, ob allgemeine Tipps meine persönliche Lage überhaupt bewerten bzw. bereichern können. „Eleminieren Sie alle Ablenkungen“ – das ist gemeinhin bekannt, das Scheitern hat seine Ursache nicht im fehlenden Wissen, sondern in der Durchführung.

Daher betrachte ich die folgenden Punkte als ein persönliches Survival-Kit, um mich vor dem Einzigen zu schützen, das einen während des Homeoffice immer überfallen kann: Motivationslosigkeit.

  1. Eine „weiche“ Struktur:
    Das tägliche Aufstehen, Frühstücken, Anziehen und aus dem Haus gehen ist eine Routine, die einige sicherlich noch im Halbschlaf durchführen können, bevor der Kopf auf Betriebstemperatur ist. Im Homeoffice muss man jedoch seinen eigenen Rhythmus finden. Wann bin ich aufnahmefähig? Wann am produktivsten? Wann erwischt mich das Mittagstief? Diese Informationen können helfen, einen Arbeitszeitraum abzustecken. Ein kleiner Zeitpuffer zwischen Schichtbeginn und -ende hilft ebenfalls.
  2. To-Do- Liste:
    Was muss ich tun? Bis wann muss es fertig sein? Ich behalte es im Auge; mir selbst eine Deadline zu setzen ist gut. Sie sollte jedoch realistisch sein.
  3. Pausen nehmen, Kreativität nutzen:
    Pausen sind wichtig. Und manchmal entstehen Pausen automatisch. Ebenso wie Leerlauf und kreative Geistesblitze. Manchmal kommt mehr dabei heraus, etwas auf einem Blatt Papier zu skizzieren, als vor dem Laptop zu sitzen und auf eine Eingebung zu warten.
  4. „Quatschen“
    Gerade jetzt fällt auf, wie wichtig soziale Interaktion für uns ist. Am Anfang ist es natürlich schön, etwas Ruhe vor dem Chef oder einem nervigen Kollegen/ Kollegin zu haben, doch irgendwann fängt man an, auch diese zu vermissen. Kommunikation ist wichtig. Gerade im kreativen Bereich ist Gedanken- und Meinungsaustausch essentiell. Gute Ideen kann man alleine haben, großartige Ideen erstehen erst im Austausch. Und sei es via Videochat mit der Lieblingskollegin.

Es sind ganz persönliche Tipps, die sich in meinem Leben bewährt haben.

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