AG „Wissen schafft Karriere“ des Archäologenverbandes

Dr. Anke Bohne wies mich auf eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb des Deutschen Archäologen-Verbandes hin: „Wissen schafft Karriere“. Ziele der AG sind das Sammeln und Bereitstellen von Informationen und das Angebot von berufsbezogenen Workshops für Studierende archäologischer Fächer: https://darv.de/arbeits-gemeinschaften/wissen-schafft-karriere/

Vielen Dank für den Hinweis!

Campusrookies.de – mehr als eine Jobbörse

Campusrookies.de ist eine Plattform für Studierende, Absolventen und Berufseinsteiger aus den Geisteswissenschaften für die Bereiche Medien, Kommunikation und Wirtschaft. Nun gibt es viele Jobbörsen und einige davon legen ihren Fokus ebenfalls auf junge Geisteswissenschaftler*innen, die oftmals nicht so ganz genau wissen, was sie werden wollen, wenn sie mal groß sind. Kann Campusrookies.de da mehr?

Auf ihrer Website wirbt die Plattform jedenfalls mit hoher Qualität sowohl hinsichtlich der ausgeschriebenen Stellenangebote als auch des Profils der Bewerber. Zusätzlich handelt es sich dabei um Jobs, in denen die Kompetenzen erforderlich sind, die man sich im Studium angeeignet haben sollte. Ebenfalls wirbt die Plattform mit einer Anzahl an regionalen Stellen sowie der 12-jährigen Erfahrung in der Tätigkeit als Jobbörse.

Unter dem Stellenausschreibungstool wartet eine verhältnismäßig überschaubare jedoch auch sehr übersichtliche und gut strukturierte Auflistung an möglichen Praktika, Nebenjobs, Volontariat-, Trainee- und Vollzeitstellen, die man je nach ausgewähltem Tätigkeitsbereich und bevorzugtem Standort konkretisieren bzw. personalisieren kann. Auf einen Blick hat man Informationen zu Beginn und Dauer der Beschäftigung sowie eine mögliche Vergütung – besonders interessant bei Praktikumsstellen. Die einzelnen Stellenangebote sind sehr ausführlich beschrieben, sowohl, was die Anforderungen des Unternehmens, das Beschäftigungsfeld und die damit verbundenen Aufgaben als auch Benefits für den Bewerber anbelangt. Zusätzlich finden sich dort konkrete Angaben zum Arbeitergeber, dem passenden Ansprechpartner sowie Bewerbungsfristen.

Die Funktion, ein interessantes Stellenangebot auf eine Merkliste zu setzen, ist den registrierten Nutzer der Website vorbehalten, die sich ein Kandidatenprofil angelegt haben. So ein Profil ist zwar für die Grundfunktionen nicht notwendig, jedoch kann es bei der Jobsuche durchaus hilfreich sein, wenn gerade die Zeit für eine aktive Suche und Bewerbung fehlt. Das Profil selbst ist wie eine Bewerbung mit Leistungen, Zeugnissen sowie einem persönlichen Text zur eigenen Person. Gerade für Berufseinsteiger bietet die Plattform diverse Serviceleistungen und Tipps für die Bewerbung bzw. Profilgestaltung an.

Da einige namenhafte Unternehmen diese Plattform nutzen, um freie Stellen in ihrem Unternehmen zu inserieren, kann man als Bewerber auch von den Arbeitgebern „gefunden“ werden. Viele dieser registrierten Unternehmen befinden sich allerdings in den klassischen Ballungszentren wie Rhein- und Ruhrgebiet.

Ein wirkliches Plus dieser Jobbörse ist der dazugehörige Blog. Hier findet man Tipps und Informationen zu möglichen Berufsfeldern, zur optimalen Bewerbung und richtigen Präsentation der Fähigkeiten eines Geisteswissenschaftlers. Darüber hinaus finden sich auch Einträge zu aktuellen Veranstaltungen und universalen Themen wie z. B. die Do’s und Don’ts für ein Vorstellungsgespräch, um einen gelungen Start in die Berufswelt hinzulegen.

Gerade dieses Mehr an Tipps, Trick und Ratschlägen ist für Berufsanfänger eine Stütze und Hilfe, um es gleich von Beginn an richtig zu machen.

Linktipp: Geisteswissenschaftler*innen in der TECH-Branche

Gianna Reich von Geisteswirtschaft wies auf einen Artikel auf t3n hin: Mitchell Baker, Chefin von Mozilla, fordert Geisteswissenschaftler*innen in der TECH-Branche für mehr Diversität. Responsible Computer Science brauche Philosophen, die die Interaktion technischer Prozesse und Produkte mit menschlichem Verhalten, „mit Privatsphäre, Sicherheit oder Gleichberechtigung“ untersuche und gestalte: hier geht es zum Text.

Bildungsmanagement

Dies ist ein Auszug aus

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Irgendwas mit Bildung, aber nicht Lehrer an einer staatlichen Schule – der Wunsch ist nicht so selten zu hören. Das Interesse für Bildungsberufe ist unter GeisteswissenschaftlerInnen ausgeprägt, und oft ist ein früher, studienbegleitender Einstieg möglich: Tutorentätigkeit, ein Job als NachhilfelehrerIn oder VHS-DozentIn, ehrenamtlicher Sprachunterricht in der Geflüchtetenhilfe. Und Bildung hat Konjunktur. Lebenslanges Lernen ist neben einer beruflichen Notwendigkeit auch zu einem Lifestyle geworden, der Bolognaprozess hält die Hochschulen auf Trab, Unternehmen investieren in die Ausbildung und Entwicklung ihres Personals, um wettbewerbsfähig zu bleiben oder Innovationen zu fördern, traditionelle Bildungsinstitutionen passen Lern- und Führungsmethoden an. Es gibt also genug zu tun, und das auch noch sowohl in Zentren als auch in Peripherie und sogar mit der Möglichkeit zu Teilzeitstellen.

Eine Herausforderung ist mitunter das Überschreiten der Schwelle vom intuitiven Unterrichten und Anleiten und einem humanistischen Bildungskonzept einerseits zur professionellen Planung, Steuerung und Bewertung von Lern- und Bildungsprozessen andererseits. Bildung (auch) als Ware zu verstehen, insbesondere dann, wenn wir bislang selbst in einem Bildungsprozess waren und nun in eine neue Rolle wechseln, trifft manchmal auf innere Widerstände. Die Bewertung eines Bildungsangebots hängt im Studienkontext möglicherweise noch von einem idealen Bildungskonzept und von Bildungsbegrifflichkeiten ab. In der beruflichen Praxis spielen das Verhältnis von Kosten und Nutzen, die Qualitätsstandards einer Branche oder einer Institution und rechtliche Rahmenbedingungen eine Rolle, und diese können zu Konflikten mit der eigenen Vorstellung von Bildung führen.

Aktuelle Ausschreibungen gelten Bildungreferenten und Bildungsmanagern. In der normativen Definition wird Ersteren eher die Konzeption, inhaltliche Planung und Organisation sowie das Durchführen von Veranstaltungen zugeschrieben – was meist mit einer höheren inhaltlichen Affinität und auch der Voraussetzung inhaltlicher und methodischer Fachkompetenzen aus dem geisteswissenschaftlichen Studium einhergeht. Bildungsmanager arbeiten aus dieser definitorischen Perspektive eher aus betriebswirtschaftlicher Sicht: Organisations- und Personalentwicklung, Bildungsmarketing, Bildungscontrolling gehören in ihr Ressort. Überprüft man diese theoretische Einteilung an den Stellenausschreibungen, sieht man schnell, dass die Zuschreibung von Tätigkeiten zur Berufsbezeichnung variieren, ineinander übergehen und an den Strukturen der Institution oder des Unternehmens ausgerichtet sind. Analytisch ist es also wichtig, Lernprozessebenen und Zuständigkeiten des Bildungsmanagements zu kennen, in der Praxis sind sie hingegen nicht so trennscharf. Wichtiger scheinen mir eine hohe Methodenkompetenz und das Kennen von Maßnahmen und Instrumenten in Lern- und in Bildungsmanagementprozessen.

Die systematische Bildungsarbeit und die Gestaltung und Optimierung von Schulen wird Schulmanagement genannt. Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, Kontextbedingungen wie gesetzliche Rahmen, Ressourcen und Schulumfeld in spezifische Lern- und Entwicklungsprozesse zu übertragen. Dazu gehören konkret die Personalplanung, die Schulorganisation, das Qualitätsmanagement, die Gestaltung und Entwicklung von Unterricht und Lerneinheiten und das Sicherstellen von sinnvollen Arbeitsstrukturen. Auch Kooperationen, z.B. mit Eltern, Schulträgern und Schulaufsicht, gehören in diesen Aufgabenbereich. Häufig ist das Schulmanagement Aufgabe der Schulleitung. Hier sind in den letzten Jahren organisatorische Aufgaben für SchulleiterInnen hinzugekommen, die professionelle Tätigkeiten an Schu-

len erweitern.  Erfahrung sammeln können Sie oft bereits studienbegleitend, oft zunächst in eigener Lehrtätigkeit. Tutorentätigkeit, ein Job als NachhilfelehrerIn oder VHS-DozentIn, ehrenamtlicher Sprachunterricht in der Geflüchtetenhilfe; einzelne Unternehmen bieten sogar Werkstudententätigkeiten an – was für unsere Fächer sonst nicht so häufig zu finden ist. Wenn Sie nicht auf Lehramt oder Pädagogik studieren, ist es sinnvoll, ebenfalls studienbegleitend pädagogische oder didaktische Weiterbildungsangebote zu nutzen; das können Didaktikseminare sein, aber auch Weiterbildungsangebote des Zentrums für Schlüsselqualifikationen o.ä. mit Schwerpunkt Präsentieren, Evaluieren etc. Auch Nebenjobs oder Praktika bei Bildungsanbietern sind als erste Erfahrungen sinnvoll, und zwar nicht nur als DozentIn, sondern gerade in der Verwaltung und Organisation z.B. einer VHS oder eines anderen Bildungsanbieters.

 

Berufsbezeichnungen/Ausschreibungen

  • BildungsreferentIn
  • ReferentIn/MitarbeiterIn Personalentwicklung/Weiterbildung
  • SachbearbeiterIn berufliche Bildung
  • BildungsmanagerIn
  • Schulmanagement
  • (Junior)Consultant E-Learning
  • Study Coordinator

 

Tätigkeiten

Die Tätigkeiten können unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte haben, die dann möglicherweise mit Ihren Studieninhalten korrespondieren (z.B. Gender, Migration, soziale Benachteiligung, berufliche Bildung, Literacy, Interkulturalität, Begabtenförderung). Solche inhaltlichen Schwerpunkte werden in den Stellenausschreibungen häufig abgebildet und bewirken eine große Spannbreite. Darum sind hier die Gemeinsamkeiten gefasst, unten nur kurz differenziert für wesentliche Unterschiede nach Arbeitgebern.

 

Allgemein:

Planung, Organisation, Koordination, Dokumentation, Evaluation, Qualitätssicherung von Bildungsprogrammen und –prozessen, Information und Beratung, Lehrveranstaltungen, Lehrgänge, Coachings, Entwicklung neuer Lernformen und zugehöriger Medien (E-Learning, Social Learning, mobiles Lernen, Lernplattformen, Gamification), Auswahl von (externen) DozentInnen, Erstellung von Arbeitsmaterial, Koordinierung von Bildungsmaßnahmen einzelner Einrichtungen (z.B. Zweigstellen, Mitgliedsverbände, Abteilungen), Budgetplanung und -kontrolle, Bildungsmarketing

In Unternehmen z.B.: Qualifizierungsmaßnahmen bei betrieblichen Veränderungen konzipieren und organisieren, Talentmanagement, Erstellung individueller Weiterbildungspläne, eiterbildungs- und Entwicklungsbedarf ermitteln

Bei Instituten der beruflichen Bildung z.B. Betreuung von Prüfungsausschüssen, Planung, Betreuung und Abwicklung von Abschlussprüfungen.

In Behörden und Ministerien z.B. Mitwirkung bei der Erarbeitung und Überarbeitung von Rechtsvorschriften, Mitwirkung bei der Schulaufsicht und Fachaufsicht über die staatlichen Schulämter, Gremienarbeit.

Bei Wohlfahrtsverbänden z.B. Schulsozialarbeit, Jugendmigrationsarbeit.

 

Arbeitgeber

  • Stiftungen, NGOs, NPOs
  • Berufsverbände
  • Hochschulen
  • Aus- und Weiterbildungsbereiche, Personalabteilungen von Unternehmen/Konzerne
  • Kirchen, kirchennahe Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände
  • Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen der Kirchen
  • Private Schulen (z.B. Sprachschulen, IT-Akademien, Nachhilfe, Fernlehrinstitute)
  • Bildungseinrichtungen von Parteien oder Organisationen
  • Industrie- und Handelskammern
  • Behörden und Ministerien

 

Studium & Weiterbildung

In den Ausschreibungen wird in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium vorausgesetzt, mitunter ohne fachliche Präzisierung. Ein Lehramt-Abschluss oder ein Studium der Pädagogik/Erziehungswissenschaft kann je nach Ausrichtung und organisatorischer Anbindung gewünscht sein, bei anderen Schwerpunkten ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Personal. Nach einem Fachbachelor besteht in vielen Bildungsmanagement-Masterstudiengängen die Möglichkeit zum Anschluss. Einige Master- oder MBA-Studiengänge sind berufsbegleitend strukturiert. Programme zum Bildungsmanagement werden von Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen auch in privater Trägerschaft angeboten, z.B. (Internationales/Betriebliches) Bildungsmanagement, Bildungswissenschaft

Einen Überblick zu Qualifizierungsmaßnahmen im Schulmanagement finden Sie auf dem Deutschen Bildungsserver unter www.bildungsserver.de/Schulmanagement-Qualifizierungsmassnahmen–962.html.

 

Netzwerke

  • Berufsverband der Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftler e.V.
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
  • dvb Deutscher Verband für Bildungs- und Berufsberatung e.V.
  • Internationale Vereinigung für Bildungs- und Berufsberatung IVBBB
  • Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V.

 

Jobbörsen/Ausschreibungen

 

Online-Ressourcen

www.bildungsserver.de

Institut für angewandtes Schulmanagement, Stuttgart: www.ifas-schulmanagement.de

Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie der Pädagogischen Hochschule Zug (Schweiz): www.bildungsmanagement.net

www.uni-erfurt.de/ese

 

Zeitschriften

didacta – Magazin für lebenslanges Lernen

DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung

Zeitschrift Schulmanagement

 

Literatur

Wolfgang Böttcher/Joachim Merchel: Einführung in das Bildungs- und Sozialmanagement, Stuttgart 2010

John Erpenbeck/Werner Sauter: Stoppt die Kompetenzkatastrophe. Wege in eine neue Bildungswelt, Heidelberg 2016

Peter Faulstich/Christine Zeuner: Bachelor/Master: Erwachsenenbildung, Weinheim 2010

Michael Gessler (Hg.): Handlungsfelder des Bildungsmanagements. Ein Handbuch, Münster 2009

Christiane Hof: Lebenslanges Lernen. Eine Einführung (Grundriss der Pädagogik 4), Stuttgart 2009

Sabine Seufert: Bildungsmanagement: Einführung für Studium und Praxis, Stuttgart 2013

Rudolf Tippelt/Aiga von Hippel (Hg.): Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung, Wiesbaden 52011

Jürgen Wittpoth: Einführung in die Erwachsenenbildung, Stuttgart 2013

 

Referenzen

http://berufenet.arbeitsagentur.de: Bildungsreferent

http://berufenet.arbeitsagentur.de: Bildungsmanager

Stellen Digital Humanities

Digital Humanities sind Studien- und Forschungsgegenstände und natürlich aktueller geisteswissenschaftlicher Diskurs.

Sie bieten darüber hinaus Beschäftigungsmöglichkeiten – überwiegend im wissenschaftsnahen oder akademischen Kontext. Stellen und Stipendien schreibt der Verband „Digital Humanites im deutschsprachigen Raum“ auf seiner Website aus:

http://dig-hum.de/newskategorien/stellenangebote

http://dig-hum.de/newskategorien/stipendien